Grössere Schrift bringt 12% mehr Response

Das machte mich ganz schön stutzig, was gestern Greg Krebiehl im Seminar „Landing-Page Optimazition“ zeigte. Am Beispiel einer „ugly Landing Page“, wie er sie nannte, führte er vor, wie kleinste Änderungen die Response ändern können.

Greg Krebiehl ist Marketingdirektor bei http://www.kiplinger.com , ein Verlag in Washington D.C., der verschiedene Finanz-Infoprodukte herausgibt.

Zum Beispiel brachte die

von 12 Punkt auf 14 Punkt vergrösserte Schrift 12% mehr Response. Ein Teil der Landing-Page war vorher dreispaltig gesetzt. Zweispaltig gesetzt brachte die Seite 16% mehr Response.

Und jetzt halten Sie sich fest. Greg Krebiehl zeigte nun eine wirklich „ugly Landing Page“ für den „Kiplinger Agriculture Letter“.

Alles war eine einfarbige Buchstabensuppe in bis auf die Headlines einheitlicher Schriftgrösse. Alles bestand aus 5 grossen Textkästen. Keine Bilder.

Die Seite war auf dem Bildschirm nicht einmal auf Mitte gesetzt, sonndern hing am linken Bildschirmrand. Und jetzt der Schock. Greg Krebiehl liess die Seite so umdesignen,wie wir uns landläufig eine schöne Landing-Page vorstellen. Grosse Headlines, kurze Absätze, Bilder und Grafiken, schöner blauer Hintergrund.

Aber!!!!!!

Die Response brach dramatisch ein. Die ugly page gewann über die beautiful page um 149%. Da ist am Text nichts verändert worden! Nur Layout und Schriftgrössen.

Kann man jetzt daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass ugly pages immer besser laufen? Greg Krebiehl tat das nicht. Seine Schlussfolgerung – und darum ging das Seminar: TESTEN! TESTEN! TESTEN!

Dass wir uns beim Optimieren von Landing-Pages überhaupt nicht so sehr an Regeln oder Schönheitsvorstellungen orientieren sollten, lernte ich bei Dr. Fliunt McGlauphlin. Er ist Director (CEO) der MECLABS Group (parent comany of MarketingSherpa, MarketingExperiments & InTouch) und lehrt an einigen Universitäten, darunter auch an der Cambridge University.

Der 44-jährige berichtete uns, dass er gerade eine kleine Welltreise in Sachen Landing-Page-Unterricht hinter sich habe: London, Miami und jetzt Washington D.C.

Ich schrieb mir die 4 Punkte seiner „Landing-Page Optimazation Meta Theory“ ganz schnell mit…

1.People don’t buy from web sites, people buy from people

2.You don’t optimize landing pages; you optimize thought sequenzes

3.To optimize thought sequenzes, you must enter into a conversation

4.Then you must guide the conversation towards a value exchange

Das soll heissen, wir sollten uns beim Organisieren und Gestalten einer Landing-Page hauptsächlich um „the right thoughts in the right order“ kümmern. Also die richtigen Gedanken in der richtigen Reihenfolge.

Es geht also darum, den Leser mit seinen Fragen durch so eine Seite zu führen – bis hin zum Wertaustausch Bestellung gegen Geld.

Dem Leser müssen also Fragen beantwortet werden. Greg Krehbiel gab so eine Liste mit Fragen, die sich ein Leser zuerst stellt:

=> Am I in the right place?

=> Can I trust this site / company?

=> What do I next?

Zum Beispiel zur 1. Frage „Am I in the right place?“ Greg Krebiehl empfahl: Bedenken Sie, wie der Besucher zu Ihrer Site kam und machen Sie den Übergang von der vorhergehenden Seite so weich wie möglich. Der Besucher hat ein Ziel im Kopf und möchte wissen, ob diese Seite das Zeug dazu hat, sein Ziel zu erfüllen.

Um die Conversion Rate einer Seite zu optimieren, riet Greg Krebiehl, sollen wir uns auf deren Nutzbarkeit konzentrieren…

Keep it simple…

=> Lassen Sie die Links für sich selbst sprechen
=> Machen Sie die Struktur Ihrer Website vorhersehbar
=> Geben Sie klares Feedback zu Nutzeraktionen
=> Machen Sie es schwer, einen starken Fehler zu begehen (dass der Nutzer also versehentlich wegklickt und nicht mehr zurtück kommt).

Bei den Texten von Landing Pages kommt es – Sie ahnen es – auf Nutzen, Nutzen und Nutzen an. Alles, was der Leser erhält, sollen wir so detailliert beschreiben wie irgendwie möglich.

Wie sehr sich detailliertes Schreiben auswirkt, zeigte uns Josh Baker, Manager für Online Promotions bei „Business und Legal Reports“. Um 73% mehr Site-Besucher gaben ihre E-Mail-Adressen her, als er den Text über dem Eingabeformular änderte.

Zuerst hiess es da nur: „Get BLR free“. Dann hiess es: „Create your free profile for free access“.

So, hier ist es gerade 7:09 Uhr. Heute bin ich in den Seminaren „Copy/Design Clinic… or What’s it All About, Don Draper?“ und „36 Copy Secrets to Double or Triple Your Response“.

Double or Triple Your Response? Da trifft es sich gut, dass ich mich heute auch noch mit dem Produktmanager für ein neues Mailing treffe, dass ich in den kommenden Wochen schreiben darf. Ich werde mich ganz schön ins Zeug legen.

Morgen verrate ich Ihnen aber schon, wie Sie Ihre Response verdoppeln oder verdreifachen.

Bis dann viel Spass bei der Arbeit heute
Ihr

Peter J. Beck
Direct-Mailing-Texter
peterjuergenbeck@yahoo.com

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